Das Cannamedical®-Glossar

Cannabis zählt zur Familie der Hanfgewächse. Beschrieben werden sowohl die Pflanze, als auch deren Inhaltsstoffe. Die verschiedenen Arten der Cannabispflanze heißen Cannabis sativa, indica, hybrid und ruderalis. Neben THC und CBD, gibt es über 100 weitere Cannabinoide und über 120 unterschiedliche Terpene.
Cannabisblüten sind die haarigen, klebrigen und mit Kristallen bedeckten Teile, die geerntet und getrocknet werden, um sie als Medikament zu verwenden.

Hanf (Cannabis Sativa), auch Industriehanf genannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Hanfgewächse, die wegen ihrer Fasern (Bast-Faser) und essbaren Samen angebaut wird. Hanf wird manchmal mit den Cannabispflanzen verwechselt, die als Quelle für Marihuana und die Drogenzubereitung Haschisch dienen. Obwohl alle drei Produkte – Hanf, Marihuana und Haschisch – THC enthalten, enthält Hanf nur enorm geringe Mengen.

Marihuana ist ein anderer Begriff für Gras oder Weed in Deutschland. Es beschreibt die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis).
Cannabis-Sorten sind entweder rein (sativa oder indica) oder in hybrider (sativa und indica) Form vorzufinden. Bekannt sind Sativa, Indica und Ruderalis. Die verschiedenen Sorten besitzen jeweils unterschiedliche Eigenschaften in Optik, Geruch und Wirkung.
Tetrahydrocannabinol gehört zu den psychoaktiven Cannabinoiden und ist der hauptsächlich rausch bewirkende Bestandteil der Cannabisblüten. THC unterliegt in Deutschland den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG).
Cannabidiol gehört zu den kaum psychoaktiven Cannabinoiden. In höheren Mengen kann es die psychoaktive Wirkung von THC aufheben. Medizinisch werden CBD angstlösende, entzündungshemmende, entkrampfende und gegen Übelkeit wirkende Effekte zugeschrieben.
Cannabinoide sind Bestandteil der Cannabispflanze. Sie sind Transformationsprodukte und synthetische Analoga mancher Terpenphenole, die überwiegend in Cannabis vorzufinden sind. Die wohl bekanntesten sind THC und CBD, welche unterschiedliche Wirkungen aufweisen können. Cannabinoide können unterschiedlich stark und in verschiedenen Mengen in der Pflanze vorkommen.
Terpene sind heterogene, chemische Verbindungen und Bestandteil der Cannabispflanze. Sie gehören zu Kohlenstoff-Wasserstoffverbindungen und sind enorm vielseitig. Bekannt sind über 8000 Terpene, wovon etwa 100 dem Cannabis zugeschrieben werden. Deren Entwicklung ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Wetter, Licht, Düngung, Temperatur und vielen mehr. Das unverkennbare Aroma von Cannabis verleihen die Terpene.
Endocannabinoide sind Substanzen, die Cannabis-ähnlich sind und vom Körper selbst produziert werden. Sie gehören zum endogenen Cannabinoid-System.
Cannabinoid-Rezeptoren sind Schnittstellen für Cannabinoide auf Nervenzellen des Zentralnervensystems. Sie gehören zum endogenen Cannabinoid-System.
Gebündeltes, gekreuztes oder gemischtes Cannabis bestehend aus Sativa und Indica.
Indica-Pflanzen sind kompakt und haben dichte und markant duftende Blüten. Sie sind schnell blühend und die Wirkung ist meist eher körperlich spürbar. Sie steigern die Sinneseindrücke und bewirken Entspannung.
Die Sativa-Pflanze wächst höher und die Knospen werden in der Regel größer, als die der Indica. Jedoch hat diese einen weniger starken Geruch und benötigt mehr Zeit beim Blühen. Die Wirkung wird in der Regel als berauschend beschrieben.
Cannabis Ruderalis ist eine neue Sorte, die in kälteren Gebieten zu finden ist. Sie ist selbstblühend und bedarf nicht viel Arbeit. Die Pflanzen sind recht klein und wachsen schnell. Die Wirkung der Ruderalis allein ist gering, wird jedoch bei Kreuzung mit anderen Sorten verwendet, um das Merkmal der Selbst-Blüte zu nutzen.
Cannabis enthält mehr Stoffe, als die, welche mit dem bloßen Auge sichtbar sind. Cannabisblüten verfügen über kleine Kristalle, die Blätter und Knospen bedecken. Diese sind glänzend, klebrig und stare aromatisch. Bei näherem Hinsehen erscheinen diese kristallartigen Decken jedoch als große Ansammlungen von sogenannten Trichomen.
In der Medizin wird der Grund für den Gebrauch von medizinischen Maßnahmen bei einer bestimmten Krankheit als Indikation bezeichnet. Medizinal-Cannabis wird bereits bei über 50 verschiedenen Indikationen verschrieben.
Konzentrate sind eine wirkungsvolle Verfestigung von Cannabinoiden, die durch Extraktion von Cannabis zu einem Lösungsmittel hergestellt werden. Die Klassifizierung von Konzentraten ist oft abhängig von der Herstellungsmethode und der Konsistenz des Endprodukts.
Eine Tinktur ist ein Extrakt, das aus tierischen oder pflanzlichen Grundstoffen produziert wird. Dies geschieht per Perkolation oder Mazeration. Dabei ist laut Europäischem Arzneibuch nur Ethanol als Extraktionsmittel zugelassen.
Wachse sind eine vielfältige Klasse organischer Verbindungen, die hydrophobe, verformbare Feststoffe ähnlich ihrer Umgebungstemperatur sind. Dazu gehören höhere Alkane und Lipide mit Schmelzpunkten über 40 °C (104 °F), die zu niedrigviskosen Flüssigkeiten schmelzen. Wachse sind wasserunlöslich, aber löslich in organischen, unpolaren Lösungsmitteln. Natürliche Wachse verschiedener Art werden von Pflanzen und Tieren produziert und kommen in Erdöl vor.
Medibles sind essbare Güter, die mit Cannabisextrakten versetzt wurden. Dabei handelt es sich um gebackene Waren wie Kekse und Brownies, es können aber auch aromatisierte Getränke, Brot, Süßigkeiten und mehr sein. Bei Esswaren setzt die Wirkung deutlich langsamer als bei andersartiger Aufnahme ein, da die Cannabinoide über das Verdauungssystem absorbiert werden.
Ein topisches Medikament ist ein Medikament, das an einem bestimmten Ort, auf oder im Körper, angewendet wird.
Ein Vaporizer oder Vaporisator (dt.: “Verdampfer”) ist ein Gerät zur Verdampfung von Wirkstoffen. Anders als bei Inhalatoren wird die Substanz direkt verdampft, anstatt eine Lösung zu verdampfen. Bei einer zusätzlichen Erwärmung wird die Substanz idealerweise nur so weit erwärmt, dass die gewünschten Inhaltsstoffe verdampfen. Eine Verbrennung (Oxidation) wird vermieden, da sie schädigende Nebenwirkungen hervorrufen kann.
Dies ist ein kostenloses Angebot der Cannamedical® Pharma für Patienten, um sich als Cannabis-Patient zuverlässig ausweisen zu können. Der Grund hierfür ist der bisherige Umgang mit Cannabis-Patienten. Der Cannamedical®-Patientenausweise soll der allgemeinen Unsicherheit, vor allem im Umgang im Straßenverkehr, unterstützend entgegenzuwirken.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist eine eigenständige Bundesbehörde im Bundesinstitut für Gesundheit. Das wichtigste Ziel ist die Erweiterung der Sicherheit von Arzneimitteln für Patienten.

Zu den Aufgaben der Bundesopiumstelle (BOPST) gehört mitunter die Regulierung und Überwachung des legalen Betäubungsmittelverkehrs.
Das deutsche Arzneimittelgesetz gehört zum besonderen Verwaltungsrecht und ist für den Verkehr mit Arzneimitteln zuständig.
Das Betäubungsmittelgesetz regelt den gesamten Umgang mit Betäubungsmitteln. Cannabis gilt als Betäubungsmittel und dessen Umgang wird in Anlage III des BtMG definiert.
Good Manufacturing Practice (dt.: “Gute Herstellungspraxis”) bezeichnet die Richtlinie zur Qualitätssicherung der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen. Alle Hersteller, die für Cannamedical® Pharma produzieren, tuen dies unter GMP.
Good Distribution Practice, zu Deutsch: Gute Vertriebspraxis von Humanarzneimitteln. Diese Leitlinien wurden 2013 von der europäischen Kommission veröffentlicht und dienen dazu, gefälschte Arzneimittel in legalen Lieferketten zu verhindern und die Kontrolle der Transportkette zu gewährleisten.
Bedrocan ist ein niederländischer Cannabisproduzent für Blüten mit GMP-Zetifikat. Das Unternehmen ist der weltweit erfahrenste Produzent von pharmazeutischem Cannabis. Der Cannabis-Anbau verläuft standardisiert und bedingt eine konstante Zusammensetzung von Cannabinoiden und Terpenen.